Die Ostschweizer Polizeikorps haben am Donnerstag 15. März 2007 eine koordinierte und flächendeckende Kontrolle im Bereiche Schwerverkehr durchgeführt. Beteiligt waren 13 ostschweizer Polizeikorps sowie die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein.
Dabei interessierte vor allem, ob durch die Fahrzeuglenker die Vorschriften über die Ruhe-, Lenk und Arbeitszeiten, sowie die Pausen eingehalten wurden. Weiter überprüft wurden die Gewichtslimiten und der technische Zustand der Fahrzeuge. Neben Lastwagen und Sattelmotorfahrzeugen wurden auch Lieferwagen angehalten und kontrolliert. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherung der Ladungen gelegt. Kontrolliert wurde entlang der Hauptverkehrsachsen.
129 Polizisten haben insgesamt 686 Fahrzeuge kontrolliert und total 126 Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften festgestellt.
Kontrolliert wurden schweizerische und ausländische Lastwagen, Sattelmotorfahrzeuge, Anhängerzüge und Lieferwagen. Am häufigsten wurden Widerhandlungen gegen die Arbeits- und Ruhezeitenverordnung registriert: 42 Chauffeure von schweren Motorfahrzeugen hatten die vorgeschriebenen Pausen und maximalen Lenkzeiten nicht eingehalten. 27 Lenker waren mit überladenen Fahrzeugen unterwegs. Gegen die Bestimmungen beim Transport von Gefahrengut verstiessen 12 Chauffeure. 3 schweizerische und 2 ausländische Fahrzeuge entsprachen nicht den Vorschriften betreffend Fahrzeugzustand (Bremsen, Reifen, Fahrzeugdimensionen etc.). Einem Lenker wurde die Weiterfahrt wegen Nichteinhalten der Ruhezeit oder Überladen des Fahrzeuges vorübergehend untersagt. Zusätzlich musste ein Sattelmotorfahrzeug wegen ungenügenden Bremsen aus dem Verkehr genommen werden.
An der Aktion beteiligt waren die Polizeikorps der Kantone Appenzell-Innerrhoden, Appenzell-Ausserrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, Schwyz und Zürich sowie die Stadtpolizeien von Zürich, St. Gallen und Chur sowie die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein.
Quelle und Ansprechpartner: Regionale Auskünfte: Medienstellen der aufgeführten Polizeikorps Zentrales Bulletin: Kantonspolizei Glarus
Medienmitteilung vom 09.05.2007, 08.15 Uhr
Um die Verkehrssicherheit auf den Strassen zu verbessern, führen die Ostschweizer Polizeikorps regelmässig koordinierte Kontrollaktionen durch. Um der Unsitte des Nichttragens von Sicherheitsgurten entgegenzuwirken, haben am 8.5.2007, insgesamt 14 Polizeikorps, Gurtenkontrollen durchgeführt. Die Gurttragquote der Autofahrer in der Schweiz beträgt insgesamt rund 80 %, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den Landesregionen gibt. Dazu kann gesagt werden, dass die Gurtentragdisziplin im Tessin und in der Romandie deutlich tiefer liegt als in der Deutschschweiz.
Durch das konsequente Tragen des Sicherheitsgurts könnten bei Verkehrsunfällen viele Menschenleben gerettet werden. Die positive Wirkung des Sicherheitsgurts ist unbestritten. Gemäss Literaturangaben könnten 45 % der tödlichen und 35 % der nicht tödlichen Verletzungen vermieden werden.
Wie Auswertungen ergeben haben, schneidet die Schweiz, was das Tragen der Sicherheitsgurten betrifft, im internationalen Vergleich eher schlecht ab. Die Ergebnisse zeigen auf, dass sich rund die Hälfte der Rücksitzpassagiere nicht angurten, obwohl das Tragen der Sicherheitsgurten seit 1994 auch auf den Rücksitzen obligatorisch ist. Wie die Statistik zeigt, wird das Tragen der Sicherheitsgurten auch von der Strassenart, bzw. der Ortslage abhängig gemacht. Untersuchungen haben aufgezeigt, dass Kinder auf den Rücksitzen häufiger angeschnallt werden, als Erwachsene. Ab dem 1. März 2006 besteht auch in Last- und Gesellschaftswagen eine Gurtentragpflicht.
Während dieser eintägigen Gurtenkontrolle wurden durch 233 Polizeifunktionäre nicht weniger als, 4978 Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker überprüft. Dabei mussten 1032 Bussen wegen Nichttragen der Sicherheitsgurte durch Fahrzeugführerinnen oder Fahrzeugführer, 152 Bussen wegen Nichttragen der Sicherheitsgurte durch Mitfahrerinnen oder Mitfahrer und 12 Bussen wegen Mitführen von nicht gesicherten Kindern ausgestellt werden.
An der Aktion waren die Polizeikorps von Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau, Schwyz und Zürich, sowie die Stadtpolizeien St. Gallen, Chur, Zürich, Winterthur sowie die Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein beteiligt.
Quelle und Ansprechpartner:· Regionale Auskünfte: Medienstellen der aufgeführten Polizeikorps· Zentrales Bulletin: Kantonspolizei Glarus