Seit dem 1. Januar 2005 ist das Kriminaltechnik Kompetenzzentrum der Ostschweiz (Ostschweizer Polizeikonkordat ostpol) in Betrieb. Die Aufgabe des Kompetenzzentrums liegt hauptsächlich in der technischen und analytischen Auswertung von gesichertem Spurenmaterial in unserem forensischen Laboratorium. Ebenfalls können unsere Kriminaltechniker für die spezielle Tatortarbeit aufgeboten werden.
In enger Zusammenarbeit mit den lokalen ED/KTD der Ostpol-Kantone werden mit dem Betrieb des Kompetenzzentrums folgende Ziele angestrebt:
- Spurenkundliche Zusammenhänge für die ganze Ostschweiz zu erkennen, bzw. in Verbindung zu bringen und damit überregional zusammenhängende Tatbestände zu erkennen.
- Auch für kleinere Fälle die Sachbeweiserbringung erhöhen.
- Das bislang zu wenig genutzte Potential der Mikrospurensicherung und -auswertung vermehrt ausschöpfen.
- Eine Erhöhung der Aufklärungsquote durch die vermehrte spurenkundliche Bearbeitung von Tatortspuren.
- Dank der Instrumentalanalytik die Aussagekraft von Spuren qualitativ und quantitativ erhöhen.
- Dank kürzerer Bearbeitungsfristen die Sachbeweiserbringung und somit das gesamte Strafverfahren zu beschleunigen.
Hier finden Sie den Link zum Kompetenzzentrum ostpol:
Das Projekt "Dienstleistungszentrum Polizeitaucher" bezweckt die Vereinheitlichung und/oder Zusammenfassung der Rekrutierung, der Aus- und Weiterbildung, der Ausrüstung, des Aufgebotswesens und der Einsätze von Polizeitaucher/innen im Raum des Ostschweizer Polizeikonkordates. Das Konzept umfasst Abklärungen betreffend der Anzahl der Dienstleistungszentren, ihrer Standorte, ihrer Unterstellung, ihrer Aufbau- und Ablauforganisationen, ihrer Personaldecken, ihrer Zuständigkeitsbereiche, ihrer Aufgaben und ihrer Kosten.
Es berücksichtigt die folgenden Rahmenbedingungen: - Die Polizeitaucherei ist eine freiwillige Nebenbeschäftigung.
- Die Polizeitaucherinnen/er bleiben Mitarbeitende ihrer Stammverbände.
- Sie werden grundsätzlich im Stammkanton eingesetzt, stehen aber bei Bedarf für Einsätze im Dienstleistungsbereich bzw. im ganzen Konkordatsgebiet zur Verfügung.
- Die Kantone Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau müssen, die anderen Mitglieder des Konkordates (eingeschlossen die Stadt St. Gallen) können Polizeitaucher/innen eine Anzahl Polizeitaucherinnen/er bereit stellen.
Mit der Projektierung ist eine interkantonale Arbeitsgruppe unter der Leitung von Pol-Oblt Fritz Hefti, Chef Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau, beauftragt. Die Tätigkeit der Arbeitsgruppe wird vom Polizeikommando Thurgau beaufsichtigt.
22 erfolgreiche Prüfungen am 4. Führungslehrgang I in Kreuzlingen
Am 07. März 2007 konnte der Präsident des Ostschweizerischen Polizeikonkordates, Andreas Künzle, in Kreuzlingen den 22 erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen des Führungslehrganges I (FLG I) zur bestanden Prüfung gratulieren und ihnen die Urkunden überreichen.
Auf der Grundlage eines Beschlusses der Ostschweizer Polizeikommandanten wird seit dem Jahre 2003 in Kreuzlingen der ostschweizerische Führungslehrgang I durchgeführt. Dieser Lehrgang vereinigt Polizistinnen und Polizisten, die auf der ersten Führungsebene tätig oder dafür vorgesehen sind und setzt sich aus drei zeitlich abgestuften Lehrblöcken zusammen und dauert insgesamt drei Wochen. Der Lehrstoff umfasst neben grundsätzlichen Fragen aus der polizeilichen Führungslehre in erster Linie Fächer aus der Personal- und Einsatzführung, wobei die Teilnehmenden sich nicht nur mit dem theoretischen Fragen auseinandersetzen, sondern ebenso mit Unterstützung durch Klassenlehrer praktische Fälle bearbeiten müssen. Zwischen einzelnen Lehrblöcken erfüllen die Teilnehmenden eine Hausaufgabe in Form einer schriftlichen Seminararbeit mit einem berufsbezogenen Thema. Schliesslich stellen sie diese Arbeiten im Kreise der Klassenlehrer und Teilnehmenden vor. Zudem werden die Teilnehmenden am Schluss der einzelnen Lehrabschnitte über den Lehrstoff geprüft und erhalten einen entsprechenden Ausweis.
Der Aufbau und Inhalt des ostschweizerischen Führungslehrganges ist die den gegenwärtigen Bedürfnissen angepasste und folgerichtige Weiterentwicklung der bisherigen Polizei-Unteroffizierskurse des Schweizerischen Polizeiinstitutes. Er fordert von den Teilnehmenden bedeutend mehr Aufmerksamkeit und Einsatz, bietet dafür auch eine bessere Gewähr zur erfolgreichen Bewältigung von ausserordentlichen Führungsaufgaben.